COMSUSI

Handschuhdesinfektion steigert nachhaltig die Compliance mit der Händehygiene und reduziert schwerwiegende Infektionen (COMpliance, SUstainability, Severe Infections)

Anne-Kathrin Lütje1, Dr. med. Justin Hasenkamp2, Dr. med. Steffen Unkel3, Sonja Poklekowski1, Patrick Fehling1, Univ.-Prof. Dr. med. Lorenz Trümper2 ,Univ.-Prof. Dr. med. Simone Scheithauer1

1 Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie, Universitätsmedizin Göttingen

2 Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Universitätsmedizin Göttingen

3 Institut für Medizinische Statistik, Universitätsmedizin Göttingen

Informationen zum Projekt

Bei der Übertragung von potentiellen Krankheitserregern kommt der Händehygiene eine zentrale Bedeutung zu. Die wichtigste Basismaßnahme stellt die hygienische Händedesinfektion gemäß Vorgaben der WHO dar: Die 5-Momente der Händehygiene.

Die vorangehende Studie HAND COMTRA konnte eine signifikante Steigerung der Händehygiene-Compliance durch die Erlaubnis zur Desinfektion der behandschuhten Hand in definierten Situationen insbesondere vor aseptischen Tätigkeiten zeigen.

Mit Hilfe der COMSUSI Studie soll untersucht werden, inwieweit die Erlaubnis der Handschuhdesinfektion als Methode nachhaltig sein kann. Interaktives Training, bed-side teachting, Gruppenfeedback, etc. neigen nicht selten dazu, an Effektstärke mit der Zeit zu verlieren. Prozessoptimierende Maßnahmen, wie die Handschuhdesinfektion, könnten einen solchen Effekt in geringerem Ausmaß zeigen, da Sie eine Vereinfachung für z.B. die Beschäftigten darstellen. COMSUSI wird hierzu quantitative Daten erbringen. Hierzu gehören die Analyse von Infektionsinzidenzen und die Auswertung von Transmissionshäufigkeiten potenzieller Krankheiterreger.


Die Studie befindet sich derzeit in der Phase der Datenerfassung.

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