PREparedness and PAndemic REsponse in Deutschland

PREPARED

Beteiligte Partner

Im Projekt PREPARED sind alle 36 Universitätskliniken Deutschlands beteiligt, koordiniert wird es von den Standorten Dresden durch Prof. Dr. Jochen Schmitt (Zentrum für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV), Med. Fakultät der TU Dresden) und Göttingen durch Prof. Dr. Simone Scheithauer (Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie Universitätsmedizin Göttingen). Des Weiteren sind ca. 19 außeruniversitäre Partner involviert, wie z. B. das Robert Koch-Institut und das Niedersächsische Landesgesundheitsamt.

Förderung

PREPARED wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Projektlaufzeit von 12 Monaten gefördert und startet voraussichtlich am 01.09.2022. PREPARED ist ein Teilprojekt der 2. Förderlinie des Netzwerks Universitätsmedizin“ (NUM).

Hintergrund

PREPARED möchte den Bedarf für ein bundesweit einheitliches und regional flexibles Pandemiemanagement, das flexibel auf Infektionsverläufe reagieren und das Gesundheitssystem vor Überlastung bewahren kann, decken. Die bestehenden internationalen Pandemic Preparedness-Pläne sind zu starr, um auf kurzfristige Veränderungen im Ausbruchsgeschehen zu reagieren.

Zielsetzung

Das Ziel von PREPARED ist die Konzeptentwicklung für eine realisierbare, kooperative, adaptive und nachhaltige Infrastruktur für die Pandemie-Vorbereitung und das Pandemie-Management. Das Konzept verfolgt folgende Zielsetzung:

  • Koordinierte, zügige, gezielte und evidenzbasierte Aktion und Reaktion auf Bedrohungen für die Patientenversorgung und die Bevölkerungsgesundheit im aktuellen und zukünftigen Pandemiefall
  • Sicherstellung der koordinierten Forschung im aktuellen und zukünftigen Pandemiefall

Mehrwert

PREPARED kann der effektiven und gemeinsamen Bekämpfung aktueller und zukünftiger Pandemien - stets in Zusammenarbeit mit institutionellen Partnern wie dem Robert Koch-Institut - dienen und stellt den zentralen Mehrwert des Projektes dar.

PREPARED liefert Beiträge zu:

  • einer hochwertigen krisenfesten Patientenversorgung,
  • kooperativer Evidenzgenerierung und -synthese,
  • konsekutiver Ableitung von handlungsleitenden Empfehlungen,
  • und einer Implementierung im Versorgungssetting.

Methodik

Zentrale Kernstruktur ist das PREPARED-Hub, eine im Arbeitspaket (AP) 1 gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut entwickelte transparente und vernetzte Leitungsinstanz, welche die in den unterschiedlichen APs (2-10) zu entwickelnden kritischen Komponenten und Best-Practice-Ergebnisse integriert. Dabei gehen Erkenntnisse zu Bevölkerungssurveillance & Infektionsprävention und Hygiene im Krankenhaus (AP2), Teststrategien (AP3), Patientensicherheit & klinisches Risikomanagement (AP4), Modellierung & Risikostratifizierung (AP5), Evidenzsynthese (AP6), zügige Ableitung von Handlungsempfehlungen (AP7), klinische & regionale Implementierung (AP8), Mitarbeitergesundheit (AP9) und Personalmanagement (AP 10) in das zu entwickelnde Pandemic Preparedness-Konzept ein. Im Resultat des Projektes entsteht ein ganzheitliches Konzept zur Pandemic Preparedness, einschließlich einer Plattform zum Austausch von Expertise zu zukünftigen Pathogenen, zur Priorisierung von Forschungsthemen, zur Entwicklung agiler und zügiger Maßnahmen im Pandemiefall sowie deren Bewertung durch Wissenssynthese und -transfer.

Um die Nachhaltigkeit des Konzeptes zu gewährleisten, werden Regelwerke, SOPs, Protokolle und Curricula entwickelt. Die Entwicklung wird durch weitere NUM-Projekte und einem gemeinsamen Use Case mit dem NUM-Projekt COVerCHILD (ebenfalls 2. Förderlinie) kooperativ begleitet. 

NUM

Um die Aktivitäten der deutschen Universitätsmedizin zur Bewältigung der aktuellen Pandemie-Krise zu bündeln und zu stärken, haben sich alle 36 Universitätskliniken bundesweit zum nationalen Forschungsverbund „Netzwerk Universitätsmedizin“ (NUM) zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)  unterstützt und von der Charité – Universitätsmedizin Berlin koordiniert.

Über das Netzwerk werden die Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien der deutschen Universitätskliniken zusammengeführt und ausgewertet. Auf diese Weise sollen Strukturen und Prozesse in den Kliniken geschaffen werden, die eine optimierte und vereinheitlichte Diagnose und Versorgung der COVID-19-Patient*innen sicherstellen.

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