3G-Regel bei Besuch und bei Begleitung in der UMG

Aktueller Hinweis

Sie sind geimpft, getestet oder genesen? Dann begrüßen wir Sie gerne als Besucher*in an der UMG. Erlaubt sind pro Patient*in – ein*e Besucher*in – für eine Stunde am Tag. Bitte melden Sie sich vorab online an.

Ab Montag, 13. September 2021, gilt die 3G-Regel zusätzlich auch für Begleitpersonen und Eltern von minderjährigen Patient*innen sowie für gesetzliche Vertreter*innen.

Auch Geimpfte, Genesene und Getestete beachten weiterhin die Hygieneregeln: Abstand, Händedesinfektion, medizinischer Mund-Nasen-Schutz.

Liebe Besucher*innen der Website,

das primäre Ziel des Instituts für Krankenhaushygiene und Infektiologie (IK&I) besteht in der Verhinderung sog. nosokomialer Infektionen – also Infektionen, die im Krankenhaus erworben wurden. Dieses umfangreiche Aufgabengebiet tangiert nahezu alle Bereiche eines Krankenhauses. Zu den wichtigsten Aufgabenbereichen zählen:

  • Schutz unserer Patienten*innen (und Beschäftigten) vor Erregerübertragungen und Infektionen
  • Erfassung und Bewertung von wichtigen Infektionen (z.B. postoperative Wundinfektion) und Erregern (z.B. Multiresistente Bakterien)
  • Beratung unserer Kollegen*innen bei der Therapie von Infektionen
  • Schulungen und Beratungen zu allen krankenhaushygienischen und infektiologischen Fragestellungen
  • Forschung zu infektionsmedizinischen Fragestellungen

Darüber hinaus führen wir in unseren Laboren Wasseranalytik, Sterilitätskontrollen sowie molekulargenetische Untersuchungen durch. Sehen Sie hier unser Video zur Molekularen Krankenhaushygiene. Auch in der curricularen Lehre ist die Krankenhaushygiene und Infektiologie stark vertreten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Simone Scheithauer

PraeInfekt – Innovationsverbund zur Prävention aerogener Infektionen Teilprojekt: Keimbelastungsanalytik

Das übergeordnete Thema des Innovationsverbundes sind Luftreinigungskonzepte auf Basis raumlufttechnischer Anlagen zur Prävention von Infektionskrankheiten. Es werden verschiedene Geräteprototypen mit unterschiedlichen Filtertechnologien aufgebaut, die in Kombination mit Deckenventilatoren sowie ggf. Frischluftzufuhr die raumlufttechnische Grundlage in einem von allen Verbundpartnern gemeinschaftlich auszustattenden Modellraum bilden. In diesem Modellraum werden entsprechend der Expertisen der Verbundpartner Studien zur Strömungsdynamik, Aerosolverteilung sowie mikrobiologischen Wirksamkeit beim Betrieb der unterschiedlichen Geräteprototypen durchgeführt und gemeinschaftlich deren Wirksamkeit zum Schutz... weiterlesen

Dies bieten wir für Externe

  • Wir bieten die hygienische Komplettberatung auf universitärem Niveau für andere Krankenhäuser und Arztpraxen – auf Nachfrage – im Rahmen von Kooperationen an.
  • Wir bieten alle umwelt- und krankenhaushygienisch relevanten Untersuchungen für externe Einsender – auf Nachfrage – im Rahmen von Kooperationen an.
  • Wir bieten ein umfangreiches Spektrum an Wasseranalytik in unserem akkreditierten Wasserlabor an.

Unser Engagement im Nationales Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin (NUM)

Erfahren Sie mehr zum Projekt "B-FAST". In dem Verbundprojekt B-FAST soll gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) eine technische Plattform entwickelt werden. Ziel ist es, Informationen und Erkenntnisse zum Pandemiegeschehen strukturiert zu sammeln und zu vernetzen.

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Gesichter der Gesundheitsforschung

Den Dingen auf den Grund gehen (02.08.2021)

Mit dem bloßen Auge sind ihre Forschungsobjekte nicht auszumachen – um krank machende Bakterien und Viren zu entdecken, braucht es schon etwas mehr. Prof. Dr. Simone Scheithauer kommt Erregern mit einem elektronischen Frühwarnsystem auf die Spur.

Link zur Registrierung

EdUMG

Educational Undergraduate Module of Game-Learning; Gefördert durch das Land Niedersachsen (MWK), Förderprogramm „Innovation plus“, 2020/2021, 12 Monate

Es wird bei diesem Projekt angestrebt, ein Teilmodul für Humanmedizinstudierende einzuführen, welches den Studierenden Kenntnisse aus den Gebieten Krankenhaushygiene und Infektiologie vermitteln und dabei gleichzeitig ihre soft skills in digitalen Lehrformaten trainieren soll.

Ziele

Das Gesamtziel ist die Wahrnehmung von Studierenden der Humanmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für die Wichtigkeit der (Krankenhaus)-Hygiene zu erhöhen und die Teamarbeit zu fördern. Ein Teilziel ist die Identifikation von Themenbereichen in der Krankenhaushygiene mit einem relativ niedrigen Kenntnisstand innerhalb von Studierendenkohorten. Das Teilmodul wird somit dabei helfen, den theoretischen Unterricht zu verbessern und dabei gezielt auf schwierige Themenbereiche zu fokussieren.

Konzept

Die vier innovativen Ansätze, worauf die Entwicklung des Moduls beruht sind:

1. der Spielcharakter der Lernveranstaltung (game based learning)

2. die Orientierung auf Fallbasierteslernen (case based learning)

3. die Wissensvermittlung unter Gleichgestellten (peer teaching)

4. das Lernen durch die Identifikation von Fehlinformationen

Das Konzept beruht auf der aktiven Teilnahme der Studierenden in der Definition des Informationsinhalts des Teilmoduls sowie auf der Wissensvermittlung unter Gleichgestellten. Gleichzeitig findet der Einsatz des spielbasierten Lernens statt. Wir gehen von der Hypothese aus, dass der „Spiel“-Charakter einer Lehrveranstaltung die Aufmerksamkeit und die aktive Teilnahme der Studierenden sowie die Nachhaltigkeit der Information fördert. Es werden dazu digitale Techniken, in Form von selbstgeschaffenen und durch die Teilnehmer frei wählbaren Video-Audio-Präsentationen eingesetzt.

Video-Vorstellung des Projekts, siehe Link:

FAQ zum Projekt EdUMG

EdUMG Timeline

Wir suchen Teilnehmer für eine Beobachtungsstudie der Universitätsmedizin Göttingen (CANCOOP Studie)

Frühzeichen einer komplizierten Coronavirus-Erkrankung und Ausbreitung in Seniorenheimen

WER WIRD GESUCHT?  
Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen jeden Alters mit oder ohne Vorerkrankungen.

WORUM GEHT ES?
Wir untersuchen den Zusammenhang zwischen veränderten Urinwerten und der Schwere einer "Corona"-Erkrankung. Außerdem untersuchen wir, wie das Coronavirus sich in einem Seniorenheim ausbreitet, falls es zu einem Ausbruch kommt.

WAS MÜSSEN SIE TUN?  
Wir benötigen von Ihnen lediglich:  
• eine Urinprobe  
• einige Informationen zu Ihrem Gesundheitszustand (Medikamente, Vorerkrankungen etc.)

Nur, falls Sie positiv auf "Corona" getestet werden, untersuchen wir zusätzlich:
• Ihre Urinwerte und Ihre Blutwerte  
• Ihre allgemeine gesundheitliche Situation  
• Verlauf und Ausgang einer etwaigen Erkrankung

Studienleitung
Prof. Dr. med. Sabine Blaschke / Zentrale Notaufnahme
… in Kooperation mit …
Prof. Dr. med. Simone Schheithauer / Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie
Prof. Dr. med. Christine von Arnim / Abteilung für Geriatrie

HABEN WIR IHR INTERESSE GEWECKT?
Dann melden Sie sich bei uns!

Studienbüro
Katja Walter 0551/39-62357  
E-Mail: katja.walter1@med.uni-goettingen.de

Wir suchen positiv getestete Teilnehmer für unser Forschungsprojekt

Quantifying the Likelihood of Airborne Transmission of SARS-CoV-2

Die Abteilung Fluidphysik, Musterbildung und Biokomplexität vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und das Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie der Universitätsmedizin Göttingen führen Untersuchungen der Atemluft durch, um die Übertragungswege des Coronavirus SARS-CoV-2 zu erforschen.

Nachdem unter anderem BlasmusikerInnen, SängerInnen und Kinder an den Messungen teilgenommen haben, möchten wir im Rahmen dieser Beobachtungsstudie Probanden untersuchen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Voraussetzungen

  • akute Infektion mit dem CoronavirusSARS-CoV-2
  • da die Aerosol-Messung möglichst zeitnah nach dem positiven Testergebnis erfolgen soll, sollte dieses nicht länger als 14 Tage zurückliegen

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Ablauf der Messung

Mithilfe einer Gesichtsmaske wird die Ausatemluft mit ihren Partikeln über einen Schlauch an ein Partikelmessgerät geleitet, welches Größe und Menge der abgegebenen Aerosole misst. Diese Messung kann im Kontext einer stationären Behandlung, aber auch mobil in der eigenen Wohnung durchgeführt werden.

Bei der Gesichtsmaske handelt es sich um eine modifizierte Tauchermaske, die Sie im Anschluss an die Messungen behalten dürfen und als solche nutzen können.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, melden Sie sich gerne unter 0551-39-62357 (Katja Walter) oder 0551-39-65814 (Jana Kosub). Für Fragen und weitere Informationen zum Ablauf der Messung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung!

"PC-Welt-Surftipp des Monats" (PC-Welt, Ausgabe 7/21)

Pressemitteilung – Update „Heads“-App: Neue App berechnet das Corona-Risiko in Räumen

Der Atemkegel beim Ausatmen vermischt sich erst in einiger Entfernung mit der Raumluft. © Photo by Amr Elmasry on Unsplash

Das Risiko, sich in Innenräumen mit dem Coronavirus anzustecken, lässt sich mit einer Web-App jetzt zuverlässiger als bislang bestimmen. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und der Universitätsmedizin Göttingen verwendet in der Web-App namens Human Emission of Aerosol and Droplet Statistics, kurz Heads, ein verfeinertes statistisches Verfahren, um das Ansteckungsrisiko über Aerosole zu berechnen. Die Forschenden berücksichtigen dabei auch die Größenverteilung infektiöser Aerosole und die Rate, mit der sich diese in einem Raum absetzen. Damit gibt Heads nun ein realistisches Ansteckungsrisiko durch Aerosole in nicht zu großen geschlossenen Räumen wieder. Die App trifft keine Aussage über das Risiko, sich durch Tröpfchen mit mehr als 50 Mikrometer Durchmesser anzustecken, wenn man mit einem Virusträger auf kurze Distanz Kontakt hat.

Mit einem neuen, verschärften Lockdown wird vielleicht bald wieder versucht, die Zahl der Corona-Infektionen zu reduzieren. Es müssen jedoch Wege gefunden werden, um auch mit Corona zu einem halbwegs normalen Leben zurückzukehren. Daher ist es auch im Hinblick auf neue Mutationen, wichtig zu wissen, wie hoch das Risiko einer Infektion in verschiedenen Situationen ist und wie es minimiert werden kann. Um das Infektionsrisiko in geschlossenen Räumen besser einschätzen zu können, haben das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und das Institut für Krankenhaushygiene und Infektiologie (IK&I) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) die kostenlose Web-App Heads herausgebracht (Human Emission of Aerosol and Droplet Statistics). Mit ihr lässt sich für Innenräume, die mit bis zu 100 Quadratmeter doppelt so groß wie ein Klassenzimmer sein können, berechnen, wie hoch das Infektionsrisiko für eine bestimmte Anzahl von Personen ist. Dazu müssen Nutzer lediglich ein paar Parameter in die App eingegeben, wie etwa die Größe des Raumes, die Anzahl der anwesenden Personen und, ob diese Personen nur atmen, laut sprechen oder vielleicht singen.

Der wesentliche Faktor bei der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 und anderer Infektionskrankheiten sind Tröpfchen, die Virusträger mit der Atemluft abgeben. Die Größe der Tröpfchen variiert dabei typischerweise von rund 100 Nanometern – das ist etwa der Durchmesser eines einzelnen Virus – bis zu rund einem Millimeter. Tröpfchen, die größer als etwa 50 Mikrometer sind, fallen schnell zu Boden, sodass sich das Ansteckungsrisiko durch sie minimieren lässt, indem Personen mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten. Tröpfchen mit weniger als 50 Mikrometer Durchmesser – das entspricht der Breite eines feinen Frauenhaars – trocknen schnell, werden zu leichteren Teilchen und bleiben als solche länger in der Luft. Das Göttinger Team fragte sich nun, wie hoch das Infektionsrisiko durch diese Aerosole in einem geschlossenem, gut durchmischten Raum ist, und entwickelte basierend auf eigenen Forschungsergebnissen und Erkenntnissen anderer Gruppen die Heads-App. Das Modell dahinter ist damit auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und berücksichtigt nun vor allem die Größenverteilung der mit der Atemluft freigesetzten Aerosole werden. Wie die Forschenden an mehr als 130 Probanden gemessen haben, sind das nämlich sehr viele kleine und wenige große.

Größere Aerosoltröpfchen sind gefährlicher

Auch für die Aerosoltröpfchen mit weniger als 50 Mikrometer Durchmesser gilt dabei: Je größer sie bei der Freisetzung sind, desto problematischer sind sie. Denn sie können mehrere Viren enthalten, was das Infektionsrisiko beim Einatmen erhöht. Durch ein statistisches Verfahren, das diesen Zusammenhang berücksichtigt, ermöglicht die Heads-App jetzt eine besonders zuverlässige Abschätzung der Virenbelastung in geschlossenen Räumen. „Mit unseren holographischen und Partikelverfolgungsmessungen kennen wir jetzt auch die großen Aerosole sehr gut", sagt Mohsen Bagheri, Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. „Damit können wir die Viruslast in einem Innenraum sehr gut bestimmen." Im Vergleich zu vielen ähnlichen Apps, die es weltweit gibt, ermittelt die Heads-App daher ein höheres Infektionsrisiko.

„Wir sind zuversichtlich, dass unsere App mit der neuen Theorie und den neuen Daten das Infektionsrisiko in geschlossenen, gut durchmischten Räumen sehr gut abbildet", sagt Eberhard Bodenschatz, Direktor am Göttinger Max-Planck-Instituts. „Die schlechte Nachricht ist dabei das stark erhöhte Infektionsrisiko." Mohsen Bagheri fügt hinzu: „Die gute Nachricht ist jedoch, dass FFP2-Masken und medizinischer Mund-Nasen-Schutz das Risiko stark eindämmen, vor allem wenn sie eng am Gesicht anliegen."

Die neue App ist derzeit auf Deutsch und Englisch verfügbar, soll aber auch noch in weiteren Sprachen veröffentlicht werden.

Unterricht unter Coronabedingungen
© picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Link zur App:

https://aerosol.ds.mpg.de

Kontakt/Contact:

Prof. Eberhard Bodenschatz, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

MPIDS Press and public relations

Originalpublikation/original publication

Freja Nordsiek, Eberhard Bodenschatz, Gholamhossein Bagheri „Risk assessment for airborne disease transmission by poly-pathogen aerosols“ PLOS ONE (2021).

Wie effektiv können innovative Baukonzepte vor Infektionsübertragungen schützen?

Interdisziplinäres Team aus Braunschweig, Göttingen, Hannover und Münster forscht im Projekt „InnoBRI“ zur optimierten Patientenversorgung im Krankenhaus.

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